WESTBESUCH wird zum Stadtgespräch

Mit vielen Veranstaltungen rückte Wolgast ein Buch aus der Feder von Jutta Voigt in den Mittelpunkt. Für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist Wolgast offensichtlich kein weißer Fleck auf der Landkarte. Als der Verein nämlich für 2009, in dem der 20. Jahrestag des Mauerfalls begangen wird, die Aktion Eine Stadt liest ein Buch ausschrieb, dauerte es nicht lange, und die Stadt am Peenestrom bekam den Zuschlag, samt einem Finanzierungszuschuss von 7500 Euro. Mit einer weiteren Summe war das Projekt Lokaler Aktionsplan (LAP) mit im Boot. Dass Wolgast auserwählt wurde, zusammen mit anderen Städten dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, lag einerseits sicher an der Qualität des dafür eingereichten Konzeptes. Andererseits dürfte aber auch den Ausschlag gegeben haben, dass es hier mit der Stadtbibliothek und der Buchhandlung Henze zwei Institutionen gibt, die schon seit Jahren literaturpolitische Zeichen setzen. Und mit Bibliotheksleiterin Dr. Angela Rambow und Buchhändlerin

Ute Henze, mit der Wolgaster Kulturamtsleiterin Gisela Kretschmer und dem Schauspieler Frank Sommer von SommerhausEvents hatte sich ein Vierergespann gefunden, das ein Programm auf die Beine stellte, das es an kaum etwas fehlen ließ. Hinzu kamen weitere Sponsoren, die ihre Geschäftsräume für Lesungen zur Verfügung stellten. Das Buch, das am Wochenende zu lesen begonnen wurde, heißt Westbesuch und stammt aus der Feder von Jutta Voigt. Um dieses Werk rankte sich eine Fülle weiterer Veranstaltungen. Für Dr. Angela Rambow ist vor allem bemerkenswert, dass es mit Kathrin Radü-Thurow, Barbara Pluschke, Rixa Much, Heidrun Schnarr oder Peter Mähl vor allem Einheimische sind, die aus Westbesuch und anderen Werken vorlasen. Das, die intime Atmosphäre, aber auch die Mitwirkung von Schauspielerinnen und Schauspielern haben letztlich die Attraktiviät ausgemacht.



 

Auszug aus: Dietrich Butenschön / OZ 21.09.2009

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