1. Pommersches Blasorchester feierte 30. Geburtstag. Festkonzert vor 300 Besuchern in der Wolgaster Sporthalle
Zum großen Festkonzert hatten am Montag die Stadt Wolgast und das 1. Pommersche Blasorchester eingeladen. Gemeinsam gefeiert wurden der Tag der deutschen Wiedervereinigung und das 30-jährige Bestehen des Orchesters. Etwa 300 Gäste waren der Einladung gefolgt, unter ihnen das ins musikalische Programm eingebundene Blasorchester der polnischen Partnerstadt Karlino, der Ratspräsident der Stadt Swinemünde, die Wolgaster Stadtvertretervorsteherin Brigitte Grugel sowie Vertreter der umliegenden Gemeinden.
Im Anschluss an einen schwungvollen musikalischen Auftakt hob Bürgermeister Stefan Weigler die besondere Wertschätzung des landesweit und darüber hinaus bekannten und beliebten Orchesters hervor.
Ausdruck dieser Anerkennung sei auch die vom amtierenden Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus MV, Dr. Stefan Rudolph, übernommene Schirmherrschaft für das Festkonzert, „die“, so Weigler, „einen solchen Tag auch aufwertet.“
Drei Gründe nannte Staatssekretär Rudolph dafür, diese Schirmherrschaft gern übernommen zu haben. Allem voran sei er während seiner ersten Begegnung mit den Musikerinnen und Musikern des Orchesters „mit offenem Herzen begrüßt worden“, desweiteren stehe es für Geschichte, Tradition, Professionalität, Individualität und Gemeinschaft und zum Dritten zeuge die Idee der Musikerinnen und Musiker, dieses 30-jährige Jubiläum am Tag der Deutschen Einheit zu begehen, „von tiefem Respekt vor unserer Geschichte.“ In seiner Ansprache zeichnete Staatssekretär Rudolph den Entwicklungsweg des Orchesters nach, fand in den Höhen und Tiefen der vergangenen drei Jahrzehnte anschauliche Verbindungen zum geschichtlichen Anlass des 21. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung und hob die Verdienste des 1. Pommerschen Blasorchesters hervor, das sich als „würdiger pommerscher Botschafter weit über pommersche Grenzen hinaus“ erwiesen habe. Einen Silberbarren mit Sonderprägung vom Schweriner Schloss hatte Rudolph im Gepäck.
Kulturamtsleiterin Gisela Kretschmer überreichte dem musikalischen Leiter des 1. Pommerschen Blasorchesters, Peter Godglück, eine materielle Zuwendung aus Mitteln des Wolgaster Fördervereins für Kultur, Kunst und Bildung. Der Erlös aus den angebotenen Speisen und Getränken, die Stefan Weigler mit seinem „Bürgermeistereintopf“ im Besonderen bereicherte, wird das Orchester in die Ausbildung Jugendlicher investieren.
Einen bemerkenswerten musikalischen Leckerbissen offerierte das Orchester mit dem Einsatz der jungen Sängerin Christin Godglück, eine Premiere in der Entwicklung des 1. Pommerschen Blasorchesters.
Quelle: OZ | 05.10.2011 | I. Kakoschke