Neuer Kulturverein will Geldnöten trotzen

16 Mitglieder zählt inzwischen der Ende September gegründete Förderverein für Kultur, Kunst und Bildung. Er will sich für ein breites Spektrum kultureller Aktivitäten in der alten Herzogsstadt stark machen und gewissermaßen als Dachverband aller in diesem Bereich aktiven Kräfte verstehen. Was liegt da angesichts der allgegenwärtigen Finanzmisere näher, als nicht nur Ideen und Projekte zu entwickeln, sondern vor allem auch auf die Suche nach potenten Sponsoren zu gehen. „Und die ersten positiven Reaktion zeichnen sich ab“, schilderte gestern die Vereinsvorsitzende, Gisela Kretschmer, erfreuliche Resultate, die Mut machen nicht nachzulassen. Der Verein möchte schon kurz- und mittelfristig die chronisch arme Kommune in Sachen Kultur entlasten, denn weitreichende Kürzungen im freiwilligen Aufgabenbereich der Stadt sind offenbar unausweichlich (wir berichteten).„Also müssen engagierte Leute und Verein ran, ehrenamtliche Arbeit ist gefragt“, meint die hauptamtliche Kulturamtschefin.Und sie weiß, wovon sie redet. Auch Konkretes ist schon spruchreif.

So wird der Verein, in dessen Vorstand Jan Koplin, Ines Kakoschke, Heinz Powils und Jürgen Kanehl mitwirken, als erstes die Kammermusikreihe im Kornspeicher aus der Regie der Stadt in seine Hände nehmen und fortführen. Außerdem gibt es Überlegungen zu einem Musik- und einem Literatur-Workshop, zu einer Märchenwoche, einem Symposium mit Künstlern aus den Partnerstädten und einer Seminarreihe für Wolgaster Stadtführer. „Damit sind aber unsere bereits ausgebrüteten Ideen noch längst nicht erschöpft. Wir denken schon bis ins Jahr 2007, wenn Wolgast sein 750-jähriges Stadtjubiläum feiert, und wollen außerdem gern im nächsten Jahr an den Vorarbeiten für ein neues, unterhaltsames Wolgast-Buch beginnen“, blickt Gisela Kretschmer weiter voraus. Dafür seien weitere Mitstreiter jederzeit gern gesehen. Bisher zählen zu ihnen schon solche Persönlichkeiten wie der Bildhauer Jürgen Kümmel, die Malerin Helga Koplin, Peter Wussow vom Mühlensteinpark in Wolgast-Nord und Peter Wischnewski, Chef der Volksbank in Wolgast.





ST.A. / OZ 23.11.2002

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