Einmal Theater - immer Theater. Wen der Spieltrieb einmal gepackt hat, den lässt er nicht mehr los. Wer wüsste das besser als die Mitglieder der Wolgaster Theatergruppe Spieltrieb, deren Name quasi Programm geworden ist. Dabei hat die Truppe, die sich vor gut drei Jahren in Vorbereitung auf die 750-Jahr- Feier der Stadt Wolgast fand - da sorgte sie mit dem Stück Liebe, Leid und Schwedengold für Furore -, schon einige Nackenschläge hinnehmen müssen: Wenige Monate nach dem Erfolg nahm die damalige künstlerische Leiterin Maritres Hötger eine neue berufliche Herausforderung an; und auch die Amtszeit ihres
Nachfolgers Frank Lohse, der im vergangenen Jahr die gelungene Orpheus-Inszenierung verantwortete, war nicht von Dauer. Inzwischen haben die Spieltriebler zwar mit Erwin Bröderbauer von der Vorpommerschen Landesbühne Anklam einen guten Ersatz gefunden, doch er ist gerade in der Sommerspielzeit beruflich stark eingespannt. Aber auch unter der Fuchtel von Karl Pätzold und Gisela Kretschmer ist die Gruppe mittlerweile stark genug, die Vorbereitung auf den nächsten Auftritt vorzubereiten. Jeden Donnerstag um 18.30 Uhr treffen sich die rund 20 Mitglieder - die Altersspanne reicht von acht bis 70 Jahre - zur Probe im Sportforum.
Weitere Mitstreiter sind dabei gern gesehen, wobei nicht nur Leute gebraucht werden, die exhibitionistisch veranlagt sind, wie Pätzold betont, sondern auch welche, die sich für Tontechnik, Licht oder Schminken interessieren. Um den Kader zu stärken - durch Ausbildung, Studium oder Beruf gehen leider immer wieder gute Leute weg -, wollen die Theaterleute außerdem gezielt in den Schulen werben. In Vorbereitung ist derzeit eine überarbeitete Wiederaufführung des Programms Das ist die Liebe der Matrosen zur Langen Nacht der Museen und Denkmäler im August.
Uwe Quosdorf / 20.06.2009 Usedom Kurier