Amateurtheater

Der Förderverein initierte im Auftrag der Stadt Wolgast das Einstudieren und Aufführen eines historischen Theaterstücks.

StadtjubiläumViele Einwohner Wolgasts sowie Bürger der Partnerstädte Sölvesborg und Nexö wurden im Jubiläumsjahr der Stadt zu Laienschauspielern und ließen die eng mit der skandinavischen Region verflochtene Stadtgeschichte lebendig werden.

Das Historische Rathaus, Sitz des Fördervereins, war zur Langen Nacht der Denkmäler und Museen Spielstätte der Theatergruppe. Von einem Gefängnis, das im 19. Jahrhundert im Historischen Rathaus gewesen sein soll, ist natürlich nichts mehr zu sehen. Zur Langen Nacht begegneten Sie dort einer Frau namens Sidonia - der Geliebten eines Wolgaster Herzogs - die allerdings tragischer endete als die Gefangenen der Stadt. Szenische Darstellungen aus der Legende Sidonia von Borck nahmen Sie mit in die Fürstenzeit der Stadt. Unser Wolgaster Lesepfad tut dies jetzt.

Die Sidonia von Borck soll in ihrer Jugend von ausgezeichneter Schönheit gewesen sein, und weil sie auch reich war und einem der ältesten und vornehmsten Adelsgeschlechte Pommerns angehörte, begab sie sich an den Hof der

Edward Burne-Jones, Sidoniapommerschen Herzöge. Schon damals soll sie mit ihren Hexereien angefangen haben. Denn der Herzog Ernst Ludwig von Pommern-Wolgast (1569 - 1592) entbrannte dergestalt in Liebe zu ihr, dass er sie mit aller Gewalt heiraten wollte. Die Stettiner Herzöge wollten aber nicht darein willigen und brachten es zuwege, dass der Herzog das schönste Fräulein heiratete, das dazumalen in Deutschland zu finden war, nämlich die Prinzessin Sophia Hedwig, Tochter des Herzogs Julius zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Darüber geriet Sidonia von Borck in einen großen Zorn. Sie fuhr in ihren bösen Künsten fort und verstand es, die sechs jungen Fürsten, die damals zu Stettin lebten und sämtlich junge Gemahlinnen hatten, also zu verzaubern, dass sie ohne Erben sterben mussten. Das erreichte sie dadurch, dass sie ein Türschloss unter Herbeten des Zaubersegens verschloss und dann in den See zu Marienfließ warf, dass es nicht wieder zu finden war. Nachdem sie diese Bosheit ausgeführt hatte, siedelte sie in das Jungfrauenkloster zu Marienfließ über. Dort trieb sie ihre Hexenkünste weiter und zuletzt wurde sie am 28. September 1620 in Stettin als Hexe hingerichtet.

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